← The Cult

“No good deed shall ever go unpunished.”

Jim Starlin/Bernie Wrightson, 1988– The Cult muss sich dem Vergleich mit The Dark Knight Returns stellen. Zu offensichtlich hängt es sich an Frank Millers Meisterwerk an. Es übernimmt zahlreiche Elemente, ist jedoch nicht in der Lage, diese selbstbewusst auf eigene Beine zu stellen. Und so ist stets der Eindruck präsent, dass es sich bei The Cult um nicht mehr als eine schwache Kopie handelt. Der Geschichte kann man ihr Potential nicht absprechen, ausgefüllt wird es aber nur wenig. Starlin greift auf bewährte Formeln zurück, beispielsweise Batmans Wille, der alle Hindernisse überwinden kann. Dieses erzählerische Mittel ist fest in der Geschichte von Batman verankert und im Übrigen auch kein schlechtes. Starlin macht aber zu wenig daraus. Die Charakterisierungen der Figuren bleiben durchweg schwach. Der Verlauf der Geschichte ist durch zweifelhafte Handlungen geprägt, und viele der aufgeworfenen Fragen beantwortet Starlin nicht mit einer Erklärung, sondern mit einem verhöhnenden „Es ist so“. Die Stärke von The Cult kommt aus ihren Bildern. Auf der visuellen Ebene ist es ein Albtraum aus scharf gezeichneten Figuren und einer überragenden, fast psychedelischen Kolorierung, für die sich Bill Wray verantwortlich zeichnet.