← The City of Owls

“Get the hell out of my house.”

Scott Snyder, James Tynion IV/Greg Capullo, Rafael Albuquerque, Becky Cloonan, Andy Clarke, 2012– Das Finale der Owls-Storyline ist eine hochwertig geschriebene und gezeichnete Erzählung, die klassische Elemente der Serie vereint. Daneben ergreift Snyder die Chance, noch deutlicher die Unterschiede zu Morrisons Prä-Flashpoint-Batman herauszustellen. Im Gegensatz zum nahezu unzerstörbaren Berserker der Morrison Ära, ist Snyders Batman augenscheinlich feiner gestrickt, gerät in unvorhergesehene Gefahren und übt Kritik an sich selbst. Das heißt allerdings nicht, dass die Figur schwach ist. Mit dem Angriff auf Wayne Manor überschreiten die Talons eine Linie, die Batman zum massiven Gegenschlag schreiten lässt. Der zweite Akt von The City of Owls wird von Dialogen beherrscht, die beim Leser Ahnungen und Befürchtungen aufbauen, die sich letztendlich bestätigen. Und zwar im selben Moment, in dem auch bei Batman der Groschen fällt. Das ist spannend und großartig. Trotz des Crossovers ist der Band weitestgehend selbstständig und sehr auf Batman fokussiert. Sein Gegner ist allerdings außerordentlich mächtig und ich weiß nicht, ob mir das so gut gefällt. Der Fokus leidet ein wenig darunter. Auch die Auflösung der Geschichte empfand ich nicht zufriedenstellend, was das eingangs erwähnte Fazit jedoch nicht beeinträchtigt. Capullos Zeichnungen sind nach wie vor großartig und begeistern durch ihren Detailreichtum.