← Streets of Gotham: Leviathan

“Gotham City can go to hell.”

Paul Dini, Christopher Yost, Mike Benson/Dustin Nguyen, 2009-2010– Die Krux von Hush Money setzt sich in Leviathan fort. Und diesmal sind gleich drei Autoren am Werk. Yost beginnt mit einer für sich geschlossenen Geschichte, in der Huntress die Hauptrolle spielt, Benson folgt mit einer ebenso für sich geschlossenen Batman-Geschichte. Beide Geschichten sind unterhaltsam, aber bedeutungslos. In Bensons Geschichte ist die Charakterisierung von Dick nicht ganz stimmig. Er ist sehr routiniert, und das ist er in Daniels und Morrisons Serie gerade nicht. Interessanter ist da schon Dinis Abschluss, in welchem Zsasz einen Kindersklavenring startet. In der Geschichte über entführte und missbrauchte Kinder gelingt Dini die Figurenzeichnung von Damian sehr gut. Für eine zusätzliche Dynamik sorgt das Auftauchen von Colin, einem gleichalterigen Jungen, der im weiteren Verlauf die Identität von Robin erfährt. Mit dem Kindersklavenring packt Dini ein düsteres Thema an, und so ist auch der Grundton von Leviathan. Nguyens Zeichnungen, von denen ich sonst kein großer Fan bin, sind atmosphärisch und actionreich und wie die Geschichten nicht gerade zimperlich, d.h. vor allem blutig.