← Streets of Gotham: Hush Money

“My name is Thomas Elliot, known to some as Hush.”

Paul Dini/Dustin Nguyen, 2009– Wir haben die Hauptserien, wir haben Batman and Robin, Detective Comics und Gotham City Sirens. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Frage gestellt werden muss, ob es überhaupt noch Interessantes zu erzählen gibt. Streets of Gotham: Hush Money ist ein Kandidat, der seinen Platz im Batman-Universum sucht. Das fängt schon beim Titel an: Ist es nun ein Buch über die Straßen Gothams oder über Hush? Es beginnt mit Hush, doch der Fokus rückt schnell von ihm ab und lenkt das Geschehen auf zahlreiche Figuren der Stadt. Streets of Gotham: Hush Money fehlt die erzählerische Stringenz und beinhaltet für eine 128-Seiten-Ausgabe zu viele Erzählperspektiven. Dinis Schreibstil ist dabei natürlich nicht schlecht, das kann ja gar nicht sein, er ist einer der besten. Man merkt, dass ihm die Figuren ans Herz gewachsen sind. Man merkt aber auch, dass sich Dini selbst wohl nicht so im Klaren ist, wo die Reise hingehen soll. Hush stellt die Batman-Familie vor vollendete Tatsachen und präsentiert sich als Bruce Wayne in einer Weise, in der es kein zurück mehr gibt. Dick lenkt ein und lässt ihn gewähren, ohne dass ein innerer Konflikt sichtbar wird. Dick entscheidet sich offenbar ohne die Befürchtung, dass Hush den Ruf von Bruce Wayne auf’s Spiel setzt. Merkwürdig.