← No Man’s Land Volume 1

“As long as there are people in Gotham, there’ll be a bat.”

Bob Gale, Dennis O’Neil, Devin Grayson, Ian Edginton, Greg Rucka, Scott Beatty, Lisa Klink, Kelley Puckett/Alex Maleev, Roger Robinson, Dale Eaglesham, D’Israeli, Frank Teran, Jason Pearson, Damion Scott, Chris Renaud, Guy Davis, Jon Bogdanove, Phil Winslade, 1999– Die KnightSaga machte den Anfang, aber möglicherweise geht es noch größer. Und größer bedeutet hier: mehr Autoren, mehr Zeichner. Doch genau da liegt der Hund begraben. In der Gesamtschau vermittelt NML lediglich eine Idee, ja, auch ein Thema, aber es wird äußerst schwach ausgefüllt. In der zerstörten und abgeriegelten Stadt fallen die Menschen auf ihre Instinkte zurück, sie werden zu Jägern und Sammlern. Gewohnheiten sind Schall und Rauch, Anpassung und Improvisation sind die Devise. Gale und Rucka setzen erzählerisch einige Glanzlichter und machen die Situation in Gotham für den Leser erfahrbar. Doch leider fehlt es den Geschichten an einer einheitlichen Linie. Von einer zur anderen Geschichte fühlt sich Gotham City niemals gleich an. Zahlreiche Geschichten enden im Nirgendwo und tragen nicht zu einem großen Ganzen bei. Gerade Azraels Geschichten wirken bemüht und nehmen zu viel Raum in NML ein. Batman und Azrael unterstützen die verbliebenen Bewohner, z.B. in der Einrichtung der Wasserversorgung. Das ist ein edles Anliegen, für den Leser aber nur mäßig interessant. Die Umstände nach dem Erdbeben hätten Batman und Azrael in Situationen bringen können, in denen sie moralisch schwerwiegende Entscheidungen hätten treffen können. Hier steckt viel verschenktes Potential. Die Zeichenstile sind sehr unterschiedlich und tragen auch nicht dazu bei, NML als einheitliches Werk betrachten zu können.