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“I am Bane– and I am the new owner of Gotham.”

Doug Moench, Chuck Dixon, Alan Grant/Jim Aparo, Norm Breyfogle, Graham Nolan, Jim Balent, Bret Blevins, Klaus Janson, Mike Manley, 1993– Der Auftakt des gewaltigen Crossover-Ereignisses bietet dem Leser das Novum des entkräfteten, verzweifelnden, resignierenden Batmans. Moench, Dixon und Grant verstehen es, die Spannung steigen zu lassen. Schritt für Schritt geht Banes Plan in Erfüllung und lässt Batman auf seinen Untergang zusteuern. Die Autoren nutzen diese gute Gelegenheit, um die Hauptfigur ausführlich zu charakterisieren. Sie kehren zum Kern der Figur zurück, zu einem Symbol und zu Werten, die zum Schutz der Stadt über das eigene Leben hinausgehen. Im finalen Kampf mit Bane erlebt Batman Visionen, die von inneren Monologen begleitet werden. In ihnen entweicht die ganze Last, alle Schmerzen, die Batman in den Jahren auf sich genommen hat. Es ist ein 18 Seiten langer Kampf, 18 Seiten innerer Monolog, 18 Seiten Erlösung. Mit der Zerschmetterung von Batmans Rückgrat wechselt der Fokus auf Robin und Azrael, und das Autorentrio setzt die bisher so gute Figurenzeichnung an ihnen fort. Knightfall ist überzeugend gezeichnet und bleibt trotz der Vielzahl an Illustratoren stets harmonisch. Größtes Lob verdienen die vielen Zeichnungen, die den Zustand Batmans zeigen. Die Erschöpfung wird durch Mimik und Körperhaltung deutlich und so tragen die Zeichnungen einen wesentlichen Teil zur Erzählung bei. Die Erzählung kann mit einer Ausnahme überzeugen. In Knightfall erfährt man nichts über Banes Motivation, Batman zu zerstören: Lediglich Vengeance of Bane beschäftigt sich damit – jedoch in zu geringem Maße.