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“I am Gotham. Kill me.”

Tom King/David Finch, 2016– Batman, Ausgabe #1, schon wieder, ist eine Angelegenheit der Erwartungen. Meine wurden nicht erfüllt. Rebirth sollte zum Kern der Figuren zurückkehren und charakterorientiert erzählen, doch davon ist in dieser Geschichte wenig zu finden. Kanon und Kontinuität werden mit der von DC schon erwarteten Nachlässigkeit behandelt. Die Geschichte um Batman und den Superhelden Gotham wirkt erzählerisch wenig ausgearbeitet und unfertig. Der Aufstieg und Fall von Gotham erfolgt gehetzt und gibt dem Leser wenig Zeit, sich überhaupt für die Figur zu interessieren. Batman hingegen scheint einer Auseinandersetzung mit Gotham nicht fähig und sieht die Lösung aller Probleme in Helden mit Superkräften, obwohl er sich doch erfolgreich mit Superman und Göttern messen konnte. Schlüssig ist dies nicht. Zu diesen großen erzählerischen Mängeln gesellen sich zahlreiche Unstimmigkeiten in Details, die sich nur schwerlich unter dem Mantel von Rebirth rechtfertigen lassen. Doch abschließend lassen sich vielleicht versöhnliche Worte finden: King genießt das Vertrauen, nach dem faden Auftakt auf Kurs zu gelangen; Weitsichtigkeit hat er in anderen Werken beweisen können.