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“We’ve done this dance for a long time.”

Jeph Loeb/Jim Lee, 2002-2003– Hush, der Mega-Blockbuster der Batman-Serie. Blockbuster warten mit großen Schauwerten auf, neigen aber dazu, in manchen Details etwas nachlässig zu sein. Man kann Hush guten Grundes vorwerfen, keine gute Kriminalgeschichte zu sein. Doch wenn man Hush richtig liest, erkennt man den Plot um Identitäten und Verhaltensmuster. Die größte Waffe von Batman ist sein Verstand. Er ist in der Lage, seine Gegner einzuschätzen und sie vorherzusehen. Hush setzt an dieser Strategie an und führt sie ad absurdum. Hush manipuliert die Figuren im Batman-Universum so, dass sie nicht mehr in das bekannte Muster passen. Und dies nutzt Loeb auch, um die Beziehung zwischen Batman und Catwoman weiter zu beleuchten. Tatsächlich wurde die Beziehung selten so intensiv dargestellt wie hier. In Hush ist alles larger than life. Superschurken, Metropolis, Superman, Catwoman, die gesamte Batman-Familie, Anspielungen auf die Rückkehr von Jason Todd, die Etablierung einer neuen Figur und eines neuen Gegenspielers: Thomas Elliot. Sogar Präsident Lex Luthor hat seinen Auftritt und vielleicht ist alles etwas zu viel des Guten, aber so ist es eben in Blockbustern. Es sind die Loeb-Momente, die Hush trotz (oder neben, wie man es sieht) den Schauwerten zum gelungenen Buch machen. In all den großen Szenen finden sich stets interessante Momente der Figurenzeichnung. Lees Illustrationen stehen den Ansprüchen an das Großwerk in nichts nach. Um es ganz einfach auszudrücken: awe-some! Die Panels besitzen Dynamik und Kraft und sind teilweise voller Klischees, aber meine Güte, Klischees passen einfach gut.

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