← Gotham Central: In the Line of Duty

“We need to bring this freak down on our own.”

Ed Brubaker, Greg Rucka/Michael Lark, 2003– Gotham Central gehört zu den besten Serien, die das Batman-Universum jemals hervorgebracht hat. Es handelt sich durch und durch um Polizei- und vor allem menschliche Dramen. Es sind konsequente, harte, ehrliche Geschichten. Das GCPD wurde erzählerisch bisher nur stiefmütterlich behandelt, und Gotham Central ändert dies grundlegend. Man lernt die Polizeibeamten kennen und zu verstehen und erfährt viel über deren Verhältnis untereinander und zu Batman. Reibereien zwischen den Einheiten stehen an der Tagesordnung und Batman, im Grunde kein Teil der Geschichte, ist stets überpräsent. Er schwebt über der Stadt – oder zwischen den Zeilen -, und dem GCPD ist dies mehr als bewusst. Im rauen Ton der Erzählungen schwingt immer ein wenig Noir mit, und einem wird klar, dass die Figuren nie eine Chance haben. Worauf die Serie abzielt wird am deutlichsten in Half A Life, einer Geschichte, die sich ausschließlich der Arbeit und dem Privatleben von Renee Montoya, ihrem Outing als Homosexuelle und den Konsequenzen widmet. Batman spielt hier keine Rolle. Die Zeichnungen von Michael Lark passen zum Erzählstil. Sie sind ebenso rau und verfügen über starke Schattierungen, die der Annäherung zum Noir förderlich sind.

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