← Gotham After Midnight

“It is truly a tragic ending, Sir, and a very painful lesson learned.”

Steve Niles/Kelley Jones, 2008-2009– Ich wünschte, ich hätte Gotham After Midnight niemals gelesen. Ich wünschte, es würde gar nicht existieren. Der Grund liegt nicht darin, dass Steve Niles ein schlechter Autor wäre oder Kelley Jones ein schlechter Zeichner (obgleich Jones der polarisierendste Zeichner ist). Der Grund allen Übels liegt in der Art und Weise, wie sich Gotham After Midnight in die Serie einfügt. Niles hat sich als Autor an Kontinuität und Kanon zu orientieren, wie jeder andere Autor auch. Nur leider tut er dies nicht und schreibt die Geschichte so, wie es ihm passt. Das ist alles sehr ärgerlich, und letztendlich könnte man auch Editor Sean Mackiewicz den schwarzen Peter zuschieben, dass er Niles die Kontinuitätsbrüche hat durchgehen lassen. Darüber hinaus lässt Niles jeglichen Respekt dafür vermissen, was Batman ist. Die Schurken sind allesamt Mittel zum Zweck, ohne dass diese die Würdigung bekommen, die sie verdienen. Sie werden wahllos in die Geschichte geworfen und auf ihr stereotypes Schurkensein reduziert. Eine Charakterzeichnung existiert in Gotham After Midnight nicht. Jones’ Zeichnungen sind Jones’ Zeichnungen und noch viel schlimmer, aber es soll ja auch Menschen geben, die sowas mögen.