← Batman and Son

“I won’t fail you, father.”

Grant Morrison/Andy Kubert, 2006– Batman and Son ist der Auftakt der Reihe, die zunächst in R.I.P. münden wird und das Ende des Modern Age einleitet, doch noch weit darüber hinaus geht. Batman and Son ist auch der Beginn der Ära Morrison, die das Batman-Universum für immer prägen wird. Grant Morrison wird in den weiteren Jahren nicht mehrere Geschichten schreiben. Er wird eine epische, viele Bücher umfassende Geschichte schreiben. Und diese Geschichte liebt man oder hasst man – ich tue Ersteres. Es sind stets Erzählungen auf mehreren Ebenen, die Stoff für philosophische Diskurse bieten. Er versteht es, mehrgleisig zu fahren und bringt genug Informationen mit, um den Weg zu R.I.P. einzuläuten. Doch in der Retrospektive wird man feststellen, dass Morrison nicht nur R.I.P. einläutet. Er erstellt das Gebäude für die kommenden sieben Jahre. Gleichzeitig gelingt es ihm, die Geschichte von Batman und seinem Sohn Damian mit der Aufmerksamkeit zu erzählen, die sie verdient. Die Geschichten sind frei von Pathos und nehmen die behandelten Themen ernst. Charakterisierungen kommen nicht zu kurz und trotz der oberflächlichen Kälte und Reserviertheit ist stets der Eindruck präsent, dass Batman um die Familie bemüht ist und sich um sie kümmert. Oder es versucht, denn das plötzliche Auftauchen von Damian geht weder an Bruce noch an Tim spurlos vorbei. Das Zerbrechen der Familie und der Kontrollverlust sind Batmans größten Ängste, und Morrison spielt diese Themen meisterhaft aus. Auch Andy Kuberts Zeichnungen sollten nicht unerwähnt bleiben. Einer der besten Zeichner präsentiert hier sein ganzes Können.

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