← Batman and Robin: The Big Burn

“As long as one of us is free, then both of us are free.”

Peter J. Tomasi/Patrick Gleason, 2013-2014– Nach Batman & … folgt das fünf Kapitel kurze Batman & Two-Face unter dem Titel The Big Burn. Und begegnete ich nun Tomasi, würde ich vor ihm wohl auf die Knie fallen. Two-Face bekommt einen neuen Ursprung, und dieser ist verdammt gut, er ist auf Augenhöhe mit dem aus The Long Halloween. Grundlegende Faktoren wie die juristische Tätigkeit Dents und der Angriff mit Säure bleiben erhalten. Doch Tomasi macht einen sehr selbstbewussten Schritt und erzählt darüber hinaus eine neue eigenständige Geschichte. Er verstärkt nicht nur Harvey Dents Charakter, sondern auch die Beziehungen von Dent zu Bruce Wayne und Batman. Das Wesen von Two-Face ist seine bipolare Persönlichkeit, und Tomasi macht Batmans Glaube an das Gute in ihm glaubhafter denn je. Die Persönlichkeiten scheinen in dieser Version gefestigter, Two-Face ist weniger der durchgeknallte Psychopath aus dem Modern Age. Dennoch bleibt er unberechenbar! Der Entwicklung der Geschichte stand ich zunächst skeptisch gegenüber. Aber sie zieht mächtig an. Eines meiner liebsten Themen ist ein Bündnis zwischen Gut und Böse – und sei es nur für den temporären Zweck. Doch Gut und Böse sind Begriffe, die im Batman-Universum unpassend sind. Sie verschmelzen von schwarz und weiß zu grau, und Tomasi hat mit Batman & Two-Face zwei Figuren gefunden, die sich stets in diesem Bereich bewegen. Zum Ende fährt Tomasi nicht mit nur einem, sondern zwei unerwarteten und überzeugenden Knalleffekten vor. Heilige Guacamole, mir wäre das Buch beinahe doppelt aus den Händen gefallen. Robin wird in The Big Burn nicht ausdrücklich erwähnt, schwingt aber stets in den Dialogen mit. Er ist im Herzen und im Geiste dabei.