← Arkham Reborn

“All things are possible here.”

David Hine/Jeremy Haun, 2009-2010– Arkham Reborn ist keine Geschichte über Batman. Batman wird woanders gebraucht. Arkham Reborn ist eine Geschichte über Dr. Jeremiah Arkham und das Arkham Asylum. Arkham Reborn verfügt über wenig vordergründigen Horror, vermittelt aber durchweg das Gefühl, dass irgend etwas nicht stimmt. Dass unter der Oberfläche etwas Böses schlummert. Das Arkham Asylum war schon häufig Gegenstand einer Erzählung aus dem Batman-Universum, es hat im Laufe der Zeit eine eigene Persönlichkeit gewonnen. Es ist zu einer eigenen Figur geworden, zu einem Monster. Und es scheint, als wären alle Figuren verflucht, die sich seine Obhut begeben. Hine hat sich diesem Monster gewidmet, und auch wenn Arkham Reborn keine Geschichte über Batman ist, so fügt sie sich nahtlos in sein Universum ein. Hauns Zeichnungen deuten stets Unheil an und unterstreichen Hines Intention, den Horror überwiegend im Kopf abspielen zu lassen. Erstklassig sind die Zeichnungen der Gesichter, die ein hohes Maß an Emotionen und Stimmungen verbreiten und maßgeblich zur Atmosphäre beitragen. Arkham Reborn ist kein Buch, das man gelesen haben muss. Es ist von keiner entscheidenden Bedeutung. Aber es ist ein empfehlenswertes Add-on, das mehr Komplexität in Batmans Universum bringt und es deutlich bereichert.